Als Lehrer wünscht man sich häufig zu Materialien knappe Informationen, die beim optimalen Einsatz im Unterricht helfen.
Genau dafür ist die Reihe “Lehrerhandbuch digital” gedacht: Sie stellt den Text kurz vor und schlägt passende Aufgaben vor, zu denen dann auch Lösungshinweise geliefert werden.
In diesem Material geht es um das Gedicht “Kinderkreuzzug” von Bertolt Brecht, in dem der Autor das Schicksal eines Trupps polnischer Kinder schildert. Diese haben durch den Zweiten Weltkrieg ihre Eltern verloren und ziehen nun gemeinsam auf der Suche nach Frieden und Sicherheit durch das Land. Letztendlich sterben sie in der Kälte des Winters.
Das Gedicht eignet sich einerseits besonders gut, um einen aktuellen Bezug in einem historisch verankerten Gedicht herauszuarbeiten und andererseits, um an einen wichtigen deutschen Lyriker heranzuführen, der noch viele weitere bedeutende Werke verfasst hat.
Allgemeines zum Text
- Das Gedicht wurde im Jahr 1941 im Exil in Santa Monica, Kalifornien, zunächst unter dem Titel “Kinderkreuzzug 1939” geschrieben. Später wurde es der Reihe “Gedichte im Exil” hinzugefügt, die insgesamt 17 im Zeitraum von 1936 bis 1944 geschriebene Gedichte umfasst.
Der Autor, Bertolt Brecht, ist einer der einflussreichsten deutschen Dichter und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Er vertrat die Ansicht, dass Gedichte einen bestimmten Gebrauchswert für seine Leser haben müssen.
In “Kinderkreuzzug” wird eine Kinderwanderung geschildert. Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs ihre Eltern verloren haben, irren gemeinsam durch Polen. Brecht hat in vielen seiner Werke den Zweiten Weltkrieg, sein Elend und seine Folgen thematisiert – so auch in diesem Gedicht, das gleichzeitig den Überlebenswillen der Kinder veranschaulicht.
- Bei dem hier besprochenen Text handelt es sich um die spätere, kürzere Fassung. Die ursprüngliche Fassung umfasst zehn weitere Strophen, die Brecht zwecks der Straffung des Gesamten strich.